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Weniger Unfälle durch Mehrphasenausbildung

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Eine Umfrage beim ÖAMTC hat herausgefunden, die vor zehn Jahren eingeführte Mehrphasenausbildung hat die Unfallhäufigkeit bei Führerscheinneulingen drastisch reduziert.

Das Risiko, im Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden, ist für junge Lenker vor allem aufgrund mangelnder Routine sehr groß. Seit jeder Fahranfänger im Jahr nach der Führerscheinprüfung ein Fahrtraining absolvieren muss, ging die Anzahl der getöteten jungen Lenker österreichweit um 50 Prozent zurück. Insgesamt passierten seit dem Jahr 2000 fast um ein Drittel weniger Unfälle mit jungen FahrzeuglenkerInnen. Die Zahl der getöteten jungen Führerscheinbesitzer verringerte sich 2011  sogar um die Hälfte.

Richtiges Notbremsen am öftesten gebraucht

Auch die jungen Lenker beurteilen das Mehrphasen-Training positiv, zeigt die ÖAMTC-Umfrage. Etwa 80 Prozent erachten das Training als sinnvoll. Als Hauptgrund wird das Lernen von richtigem Reagieren in Extrem-bzw. Gefahrensituationen genannt. Die Befragten meinen, dass sie nach dem Training ihre Geschwindigkeit eher den Fahrverhältnissen anpassen und kritische Situationen stärker vermeiden können.

Rund 60 Prozent machten laut dieser Umfrage nach dem Training Erfahrungen mit heiklen Situationen. Schnelleres Reagieren und richtiges Notbremsen konnten am häufigsten umgesetzt werden.

Es besteht aber weiter Handlungsbedarf, denn noch immer sind junge Lenker überproportional oft an Unfällen beteiligt. Die kürzlich in Kraft getretene Führerscheinrichtlinie, die vor allem für eine noch bessere und ausgeklügeltere Motorradausbildung sorgen wird, ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.